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Das gibt es in Hamm noch nicht

,,Das gibt es in Hamm noch nicht"
Das gibt es in Hamm noch nicht

Waldorfschule in Pelkum bietet künftig Fachhochschulreife in Fachrichtung Gestaltung an Genehmigung der Bezirksregierung steht noch aus - Keine Konkurrenzzu Berufskollegs

HAMM • Die Freie Waidorfschule Hamm plant zum Schuljahr 2011/12 eine Erweiterung ihres Bildungsangebots. Neben der Fachoberschulreife, dem Abitur und dem Waldorfabschiuss soll die Möglichkeit gegeben werden, am dortigen neuen Berufskolleg die Fachhochschulreife in Fachrichtung Gestaitung zu erlangen. "Ein solches Angebot gibt es in Hamm noch nicht", so Andreas Tilg, Mitglied der Initiativgruppe. Daher sehe man sich auch nicht als Konkurrenten der bestehenden Berufskollegs.

Ideal wäre aus seiner Sicht und der seiner Kollegen Gisela Krutzke und Beate Kerkhoff eine Klasse mit "18 bis 20 Schülern". Nun kann diese nicht allein von der Waldorfschule gestellt werden, da es pro Jahrgang nur eine Klasse gibt und sich nach Angaben von Krutzke ,"etwa zwei Drittei der Schüler" fürs Abitur entschieden. Daher habe man an rund B0 weiterführenden Schulen in Hamm und seinen Nachbarkreisen die Werbetrommel fürs neue BerufskolIeg gerührt, sagte Kerkhoff.

Aktuell befindet es sich zwar noch in der Genehmigungsphase, doch sind die Initiatoren zuversichtlich, schon in Kürze grünes Licht seitens der Bezirksregierung zu bekommen. "Voraussetzung für den Besuch des Berufskollegs ist neben der Fachoberschulreife eine Präsentationsmappe mit zehn bis 20 eigenen künstlerischen Arbeiten, die den Querschnitt der gestalterischen und kreativen Interessen und Fähigkeiten erkennen lassen." Das Berufskolleg für Gestaltung stellt einen zweijährigen, schul-praktischen Biidungsgang dar, der staatlich anerkannt ist. Im ersten Jahr werden berufliche Qualifikationen durch Berufspraktika vermittelt, die durch Anteile schuliscl-ren Unterrichts als Blockunterricht ergänzt werden. Im zweiten Jahr führt dann der Vollzeitunterricht  zur Fachhochschulreife, was zu einem verkürzten Einstieg in eine entsprechelde Berufsausbildung oder zur Aufnahme eines Studiums an einer Fach- und Gesamthochschule führen kann. "Zum Beispiel in Richtung Mediendesign", sagte Ti1g. Zu den Besonderheiten am Waldorf-Berufskoliege Hamm gehörten, so der Pädagoge, neben dem Blockunterricht eine intensive Begleitung der Praktika seitens der Lehrkräfte, ein Theaterprojekt, eine Projektarbeit sowie eine Studienfahrt.

In NRW wurde das Konzept Waldorf-Berufskolleg (WBK) bereits an zwei Waldorfschulen mit sehr positiver Resonanz umgesetzt, drei weitere WBKs befinden sich im Gründungsprozess. . stg

Weitere lnformationen zum Berufskolleg für Gestaltung gibt's unter der Telefonnummer 40932.

Quellenangaben: 
Westfälischer Anzeiger Hamm

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